
Vom 23. bis 26. März 2026 war die Europaschule Schulzentrum Utebren Austragungsort der Bremer Jugend-Einzelmeisterschaft. Insgesamt nahmen 76 Mädchen und Jungen teil, die in vielen spannenden Partien gegeneinander antraten. Über drei Tage hinweg zeigten die jungen Schachspielerinnen und Schachspieler in den verschiedenen Altersklassen ihr Können.
Wir bedanken uns herzlich bei der Schule für die Bereitstellung der Räumlichkeiten. Ein weiterer Dank gilt der Firma ChessBase für die großzügige Bereitstellung von Preisen.
Abschließend möchten wir uns bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie bei den Eltern, Betreuerinnen und Betreuern und Trainerinnen und Trainern bedanken. Wir freuen uns, alle bei der nächsten BJEM im Jahr 2027 wiederzusehen.

Auch wenn die Rookies mit 18 Teilnehmenden das größte Feld bildeten, war im Raum immer eine gute und entspannte Atmosphäre. So konnten viele bei ihrer ersten Turniererfahrung einen guten ersten Eindruck gewinnen. Es wurde nie langweilig. Die Antworten auf Züge ließen meist nicht lange auf sich warten. Manchmal kam das Gefühl auf, bei einem Schnellschachturnier gelandet zu sein. Neben den schnellen Partien gab es aber auch schon viele gut durchdachte und lang umkämpfte Partien. Schlussendlich siegte Kyrylo Pylypenko vom Delmenhorster SK V 1931 vor Joost Vormschlag und Gianni Malaj in der Kategorie „Rookies”.

In der U8 kam es zu einem bisher seltenen Triumph. Lene Romberg konnte sich gegen alle Kontrahenten durchsetzen. Zuletzt gelang es 1998 einem Mädchen in ihrer Altersklasse, die Bremer Jugendeinzelmeisterschaft zu gewinnen, damals noch in der Altersklasse U11. Den Bericht dazu konnte ich nicht mehr finden, allerdings gibt es noch den Bericht zur DEM 1998 in Oberhof.

In der Altersklasse U10 konnten zahlreiche spannende und qualitativ hochwertige Partien beobachtet werden. Die meiste Zeit war nicht abzusehen, wer das Turnier gewinnen würde. Am Ende setzte sich Kaan Uz als jüngster Teilnehmer seiner Altersklasse durch. Die weiteren Podiumsplätze belegten Tammo Mettenbrink und Mattis Leppin.
Marta Stumpe konnte sich bei ihrem ersten erfolgreich absolvierten Turnier gleich für die Deutschen Jugendeinzelmeisterschaften qualifizieren.

In der Altersklasse U12 lieferten sich Anton Höggemeier und Moritz Romberg einen Zweikampf um die Spitzenposition. Als sie in der dritten Runde aufeinandertrafen, hatten beide ihre bisherigen Partien gewonnen. Da ihre Partie unentschieden endete, konnte zu diesem Zeitpunkt noch kein Sieger ausgemacht werden. Ein weiteres Unentschieden von Moritz gegen Timo Kollmann in der vierten Runde entschied schließlich das Turnier, sodass Anton Höggemeier mit zwei weiteren Siegen in den letzten beiden Runden den ersten Platz erreichte. Auch Nina Aarend spielte ein starkes Turnier. Sie erreichte punktgleich den vierten Platz und war damit die beste weibliche Teilnehmerin.

Auch wenn es am Anfang so aussah, als stünde mit Tim Zimmer, der die ersten drei Runden gewann, der Sieger schon fest, wurde es die spannendste Altersklasse. Nachdem alle fünf Runden ausgespielt waren, hatten Tim Zimmer, Henry Engelhaupt und Joshua Grabowski mit 3,5 Punkten die gleiche Punktzahl erreicht. Tim Zimmer konnte sich schließlich im Stichkampf durchsetzen. Nayla Döscher wurde punktgleich mit Jolina Warnke die beste weibliche Teilnehmerin.

Der Titielfovorit setzte sich durch. Bereits nach Abschluss der vierten Runde stand der Sieger Ture Jablonski fest. Daran änderte auch seine Niederlage in der letzten Runde nichts. Er gewann vor David Feichtner und Theresa Schube als beste weibliche Teilnehmerin.

In der Altersklasse U18 traten insgesamt fünf Jugendliche an. Am Ende konnte sich der Titelfavorit und Sieger der Altersgruppe U16 des letzten Jahres, Finn Helms, souverän durchsetzen und gewann alle seine Partien. Den zweiten Platz und damit den Titel der Bremer Meisterin erreichte Liz Eitel, die punktgleich mit ihrem Bruder Luc Eitel war, aber die bessere Zweitwertung hatte.